Die Erprobungsstufe am HJK

Die Erprobungsstufe umfasst die Klassen 5 und 6. In diesen beiden Schuljahren sollen die Schülerinnen und Schüler behutsam an die Anforderungen, Methoden und Arbeitsweisen des Gymnasiums herangeführt werden und ihre Eignung für diese Schulform "erprobt" werden. Um sicher zu gehen, dass die Entscheidung für das Gymnasium richtig ist, werden die Kinder während der Erprobungsstufenzeit kontinuierlich beobachtet und gefördert. Da die Klassen 5 und 6 als "Pädagogische Einheit" angesehen werden können, erfolgt zwischen beiden Schuljahren keine Versetzungsentscheidung.

Übergang von der Grundschule zum Hermann-Josef-Kolleg

Erfahrungsgemäß stellt der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium für fast alle Schülerinnen und Schüler eine große Umstellung und eine Herausforderung dar, meist überwiegt eine freudige Erwartungshaltung. Die Schulleitung und die Lehrer des Hermann-Josef-Kollegs kennen aber auch mögliche Schwierigkeiten, die auftreten können. Deshalb sollen einige Maßnahmen diesen Übergang von der Grundschule zum Hermann-Josef-Kolleg "entschärfen":

Tag der offenen Tür

Im Dezember gibt es am Hermann-Josef-Kolleg einen Tag der offenen Tür. Die Grundschülerinnen und Grundschüler haben die Möglichkeit, mit ihren Eltern unsere Schule kennen zu lernen. In zahlreichen Werkstätten stellen die einzelnen Fächer Inhalte und Methoden des Lernes vor und geben die Möglichkeit, dass diese aktiv ausprobiert werden können. In der Aula stellt der Schulleiter die Schule vor und erklärt die Anforderungen, die unsere Schule an Schüler und Eltern stellt, und erläutert, welche Erwartungen der Eltern von unserer Schule erfüllt werden können. Ebenfalls in der Aula zeigen dann unsere Schülerinnen und Schüler des fünften Schuljahres Vorführungen aus allen Bereichen des Schulalltages. Lehrer unserer Schule, Mitglieder des Fördervereins der Schule und des Vereins Ehemaliger Schülerinnen und Schüler -Catena- beantworten gerne Ihre Fragen.

Schnuppertage am HJK

Im Januar können interessierte Grundschülerinnen und Grundschüler einige Tage am Unterricht teilnehmen. Auf diese Weise können sie das Gebäude, Lehrer und Schüler kennenlernen und erhalten einen ersten Einblick in das Lernen am HJK. Des Weiteren können Grundschulklassen einen spannenden Klostertag an unserer Schule verbringen, an dem sie bei einer Rallye den besonderen Ort unserer Schule auf interessante Art und Weise erkunden.

Vorstellung der Klassenlehrer

Ende des Schuljahres werden alle zukünftigen Fünftklässler an einem Samstagvormittag in unsere Schule eingeladen. Die Zusammensetzung der Klassen wird durch den Schulleiter bekannt gegeben. Die zukünftigen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer werden vorgestellt. Sie gehen mit ihren Schülern in die Klassenräume, die sie im nächsten Schuljahr belegen werden. So lernen sich die zukünftigen Mitschüler, die ja oft aus mehreren Grundschulen zu einer neuen Klasse zusammengefasst werden, kennen und auch der zukünftige Klassenlehrer ist im neuen Schuljahr kein völlig Unbekannter.

Der erste Schultag am Hermann-Josef-Kolleg

Der erste Schultag beginnt traditionell mit einem Gottesdienst in der Basilika, der von Schülern der Klasse 6 und deren Lehrern vorbereitet wird. Nach einer Begrüßung durch den Schulleiter bleiben die Kinder den Rest des Vormittags mit ihren Klassenlehrern zusammen. Dies ändert sich in der ersten Woche am HJK nicht, da in dieser Zeit die neuen Mitschüler, der Klassenlehrer und das Schulgebäude in Ruhe kennengelernt werden soll. In den ersten zwei Wochen werden die Kinder am Ende eines Schultages von "Buspaten" zu den Bussen begleitet, damit gewährleistet ist, dass alle sicher nach Hause kommen und der Kontakt zwischen jüngeren und älteren Schülern gefördert wird.

Beobachten und beraten durch Lehrer - Erprobungsstufenkonferenzen

Über jedes Kind wird im Verlauf der Erprobungsstufenzeit sieben- bis achtmal in einer Erprobungsstufenkonferenz beraten. Bei schwächeren Leistungen, Auffälligkeiten im Arbeits-, Lern- oder Sozialverhalten beraten die Lehrer über mögliche Ursachen und Maßnahmen und bieten Hilfen zur Behebung an. Bei der ersten Erprobungsstufenkonferenz werden die Kolleginnen und Kollegen der ehemaligen Grundschulen ebenfalls eingeladen. Oft können sie, die die Kinder schon bis zu vier Jahren betreut haben, wichtige Tipps und Hilfen geben.

Fordern und fördern

Unsere Schülerinnen und Schüler haben einen unverzichtbaren Anspruch auf Förderung. Dies gilt sowohl für besonders Begabte als auch diejenigen, die sich gelegentlich schwer tun, die Anforderungen zu erfüllen. Unsere Schule wird im Rahmen des Stundenplans besondere Förderstunden ausweisen, damit dem Recht auf Förderung entsprochen wird. Darüber hinaus sind die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule aufgefordert, die Jugendlichen in ihrer Einzigartigkeit und ihrer Würde zu fördern und sie in ihrer Eigenverantwortung ernst zu nehmen. Des Weiteren möchten wir jedes Kind unterstützen, seine Hausaufgaben selbständig zu lösen. Schülerinnen und Schüler sollen die Notwendigkeit von Hausaufgaben als Nach- und Vorbereitung zum Unterricht erkennen und diese regelmäßig und gewissenhaft anfertigen, was im Hausaufgabenkonzept unserer Schule verankert ist. Das Ziel der Förderung und Unterstützung wird durch die Angebote der individuellen Förderung an unserer Schule verwirklicht.

Sprachenfolge

Klasse 5: Englisch

Klasse 6: Latein oder Französisch